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Erzieher

Erzieher mit Kindern an der Rutsche

Was macht ein Erzieher?

Der Beruf des Erziehers ist sehr vielseitig, deswegen sind auch die Aufgaben sehr unterschiedlich. In einer KiTa z. B. gestaltest du mit den Kinder den Alltag, ihr spielt gemeinsam, setzt kleine Projekte um, macht Musik oder Sport... In einer Jugendhilfeeinrichtung (z. B. in einem Heim oder in einer Wohngruppe) hast du aber meist eher mit älter ...
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Der Beruf des Erziehers ist sehr vielseitig, deswegen sind auch die Aufgaben sehr unterschiedlich. In einer KiTa z. B. gestaltest du mit den Kinder den Alltag, ihr spielt gemeinsam, setzt kleine Projekte um, macht Musik oder Sport... In einer Jugendhilfeeinrichtung (z. B. in einem Heim oder in einer Wohngruppe) hast du aber meist eher mit älteren Kindern zu tun, machst mit ihnen Hausaufgaben, bereitest gemeinsam mit ihnen das Essen zu und machst Freizeitangebote.

Aber auch das Beobachten und Dokumentieren, Teamsitzungen und das Erstellen von Plänen für Freizeitangebote und Arbeitsabläufe gehört zu den Aufgaben eines Erziehers.

Männliche Azubis: 11.444
Männeranteil: 19 %

(Quelle: Statistisches Bundesamt, 2015)

Wo arbeiten Erzieher?

Wie gesagt, als Erzieher kannst du in verschiedensten Bereichen arbeiten. Neben der Arbeit in KiTas, Jugendhilfeeinrichtungen und Schulen kannst du auch in Jugendzentren, Seniorenheimen, Beratungsstellen oder auch in Krankenhäusern auf psychiatrischen Stationen sowie in der ambulanten Betreuung arbeiten. Auch in Beratungsstellen, Ferienheimen oder in Wohnheime für Menschen mit Behinderung arbeiten Erzieher.

Für wen passt der Beruf?

Jungs, die viel Einfühlungsvermögen, starke Nerven und Geduld haben, passen gut in diesen Beruf. Ein Erzieher muss immer ein offenes Ohr für die Probleme der kleinen und großen Menschen haben.

Auch Kommunikationsfähigkeit, also der Austausch mit anderen, ist sehr wichtig: Als Erzieher hat man ja viel mit Menschen zu tun: Mit Kindern und Jugendlichen, deren Eltern, mit Angehörigen und Teammitgliedern.

Außerdem ist Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit gefragt. Man muss Gefahren erkennen und gut aufpassen, dass z. B. den Kindern nichts passiert.

Als Erzieher ist es hilfreich, wenn man besondere Hobbies mitbringt, z. B. ein Instrument spielt oder handwerklich oder künstlerisch begabt ist. Dies kann man auch in Seniorenheimen oder Schulen gut einbringen. Außerdem ist es von Vorteil, wenn man ein gutes Allgemeinwissen hat, denn Kinder sind wissbegierig und stellen jede Menge Fragen.

Und eine gute Portion Humor ist bestimmt bei dem Job auch nicht fehl am Platz.

Wie sieht es mit dem Verdienst aus?

Während du zur Schule gehst, bekommst du leider noch kein Geld. Es gibt aber die Möglichkeit, AusbildungsBAföG zu beantragen. Im Praxisjahr bekommst du ein Praktikumsgehalt von ungefähr 1.300 € . Wenn du dieses Jahr bei einem öffentlichen Träger absolvierst, kannst du mit etwa 1.200 – 1.300 € im Monat rechnen. Nach der Ausbildung liegt das Bruttogehalt (vor Abzug der Steuern) bei etwa 2.400 bis 2.900 €.

Welchen Schulabschluss brauchst du?

Du brauchst meistens einen mittleren Bildungsabschluss (Mittlere Reife). Du kannst aber auch Erzieher werden, wenn du einen Hauptschulabschluss hast und danach bereits eine Ausbildung gemacht hast. In vielen Bundesländern gilt die Bedingung, dass man vor Ausbildungsbeginn schon ein Praktikum gemacht haben soll.

Und sonst?

Weil es so viele Einsatzgebiete für Erzieher gibt, stehen die Chancen gut, dass du eine Stelle findest, die zu dir passt. Männer sind in Kindergärten oder Horten besonders willkommen, denn dort arbeiten in der Mehrheit Frauen, und viele wünschen sich, dass ein paar Männer hinzukommen.

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Video

Mathias (24) ist Erzieher – in dem Beruf sind viele Talente gefragt: Ein Erzieher muss nämlich spielen, basteln, vorlesen, kochen, trösten, Fußball spielen und noch viel mehr können. Im Film erfährst du mehr.

Mathias, Erzieher

Das sagen Erzieher

Christoph (29) arbeitet als Erzieher„Ich mache gerne was mit Menschen. Eine Berufsberaterin im Arbeitsamt hat mir nach der Realschule ein Praktikum in einer Kindertagesstätte vorgeschlagen. Die Kinder und ihre Eltern fanden es toll, mal einen Mann in der Einrichtung zu haben. Kein Tag war da wie der andere – auf kleine Kinder muss man spontan r ...
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Christoph (29) arbeitet als Erzieher

„Ich mache gerne was mit Menschen. Eine Berufsberaterin im Arbeitsamt hat mir nach der Realschule ein Praktikum in einer Kindertagesstätte vorgeschlagen. Die Kinder und ihre Eltern fanden es toll, mal einen Mann in der Einrichtung zu haben. Kein Tag war da wie der andere – auf kleine Kinder muss man spontan reagieren. Und es war total schön zu sehen, wie viel sie gelernt haben. Nach dem Praktikum habe ich eine Ausbildung zum Erzieher gemacht...

Dabei habe ich noch mehrere Praktika absolviert: Ich war in einem Hort für Schulkinder, in einer Wohngruppe, in der Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten betreut werden, und beim Betreuten Wohnen, wo junge erwachsene Menschen lernen, selbstständig in einer eigenen Wohnung zu leben. Manchmal frage ich mich, ob ich den richtigen Beruf gewählt habe und komme immer zu dem Entschluss: Ja! Der Beruf des Erziehers ist verantwortungsvoll, spannend, abwechslungsreich und kreativ!“

Matthias (24) arbeitet als Erzieher in einer Wohngruppe

„Erst habe ich eine technische Ausbildung angefangen, aber das lag mir gar nicht. Über den Zivildienst bin ich dann in die soziale Schiene reingekommen. Als ich Kind war, gab es immer nur weibliche Erzieherinnen, aber ich finde, viel mehr Männer sollten im Kindergarten arbeiten. Mir gefällt in der Wohngruppe am besten, wenn die Kinder nach den Hausaufgaben frei haben. Dann spielen wir Fußball oder Gesellschaftsspiele, zum Beispiel Kniffel, oder ich lese Geschichten vor. Mir gefällt es total gut, wenn die Kinder Spaß dabei haben. Im Moment ist Erzieher mein Traumberuf, aber ich will mich später vielleicht noch weiterbilden.“

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