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Boys'Day an der Hochschule

Wie können Boys'Day-Angebote für Jungen in Hochschulen qualitätsvoll, attraktiv und effektiv geplant, gestaltet und durchgeführt werden? Hier finden Sie einige Tipps und Ideen. Ausführliche Infos gibt es im Hochschulleitfaden, der zum Download bereit steht.

Ein gutes Angebot planen

Allgemeine Infoveranstaltungen mit Vortragscharakter kommen bei den Schülern in der Regel weniger gut an. Sehr gute Rückmeldungen bekommen Workshop-Angebote, in denen sich Aktivität und Information ergänzen. Konzipieren Sie nicht nur Angebote zur Berufs- und Studiengangsorientierung, sondern auch Workshops zu den Themen Lebensplanung, soziale Kompetenzen und Geschlechterrollen.

Wichtig sind getrennte Angebote für Jungen und Mädchen (denn zeitlich parallel findet der Girls'Day statt). Erfahrungen haben gezeigt, dass Jungen unter sich aufgeschlossener und ehrlicher auf geschlechtssensible Angebote reagieren. 

Tipps für Jungen-Workshops

  • die Lebenswelt/der Alltag der Jungen mit einbeziehen
  • weniger Theorie, mehr Praxis – ein praktisches Element in den Vordergrund stellen, statt umfassend über einen Studiengang zu informieren. Beispiel: Soziale Arbeit in der Stadt anhand einer Geocaching-Rallye 
  • Bezüge auf aktuelle Themen
  • Projekten kindgerechter Wissenschaft, z. B. aus Kinder-Uni-Veranstaltungen aufnehmen
  • mit Medien arbeiten, z. B. Dokumentation per Film/Foto durch die Jungen selbst in der Hochschule
  • das Boys'Day-Angebot als Rallye mit verschiedenen Stationen gestalten
  • die Jungen selbst etwas zum Mitnehmen produzieren lassen
  • Studentische Mentoren einbeziehen

Ansprechende Angebotstexte gestalten

Jungen müssen nicht mit Action, Coolness oder Witzen überlistet oder gelockt werden, damit sie bei einer Aktivität mitmachen, die sie vielleicht eher Mädchen zuordnen würden. Erwachsene unterschätzen in der Regel das Interesse und die Offenheit vieler Jungen. Außerdem beeinflusst nicht nur das Geschlecht Bildungs- und Zukunftswege. Versuchen Sie, verschiedene Ausgrenzungsmechanismen mitzureflektieren, angefangen mit jungengerechter statt akademischer Sprache.

Interessant und knapp formulierte Angebotstitel kommen gut bei den Jungen an. Die Beschreibungen sollte die Jungen direkt ansprechen. Formulierungen wie "Du interessiert Dich für…?" "Komm vorbei!" sind besser als zu viele allgemeine Infos über die Hochschule.

Nicht empfehlenswert ist es, mit Stereotypen/Anti-Stereotypen zu arbeiten. "Kindererziehung ist nichts für Jungs?!" kommt nicht so gut an.

Idealerweisen ist in der Angebotsbeschreibung zu lesen, was genau passiert (Ablaufplan).

Die Betonung des Praxisanteils macht die Beschreibung umso attraktiver.