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Grundschul-/Primarstufenpädagogik

Grundschullehrer mi Kind

Allgemeine Berufsbeschreibung

Was ein Lehrer so macht, kennst du aus jahrelanger eigener Beobachtung. Lehrer verbringen den größten Teil des Arbeitstages mit den Schülerinnen und Schülern. Sie arbeiten den Unterrichtsstoff schülergerecht auf, um Wissen zu vermitteln und Begeisterung zu wecken. Sie bringen den Kindern aber nicht nur Lesen, Schreiben und Wissen in Fächern wie ...
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Was ein Lehrer so macht, kennst du aus jahrelanger eigener Beobachtung. Lehrer verbringen den größten Teil des Arbeitstages mit den Schülerinnen und Schülern. Sie arbeiten den Unterrichtsstoff schülergerecht auf, um Wissen zu vermitteln und Begeisterung zu wecken. Sie bringen den Kindern aber nicht nur Lesen, Schreiben und Wissen in Fächern wie Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Musik, Kunst, Sport und Religion bei. Sie fördern sie auch zu verantwortungsvollem Lernen und Handeln. Neben der Zeit in der Klasse bereiten sie den Unterricht vor und korrigieren Arbeiten. Auch Konferenzen und die Arbeit mit Eltern, wie Elternabende und Elternsprechtage gehören dazu.

Studieren kann man das Lehramt für die Grundschule an Universitäten oder Pädagogischen Hochschulen. Teilweise wird es als Studium für die Grund-, Haupt- und Realschule zusammengefasst. Nach den Abschlussprüfungen vom Studium folgt ein zweijähriges Referendariat. In dieser Zeit arbeitest du schon an der Grundschule, musst aber gleichzeitig noch Seminare besuchen. Und zum Schluss steht eine praktische Prüfung an: Du machst Unterrichtsstunden mit deiner Klasse und deine Prüfer schauen zu und geben dir Noten dafür.

Die Chancen, dass du eine Stelle findest, stehen gut, denn gerade Männer sind an Grundschulen sehr gefragt. An vielen Grundschulen ist der Hausmeister der einzige Mann, weil immer noch sehr viele Männer denken, dass sie nicht so gut mit Kindern umgehen können und sogar etwas Angst vor diesem Beruf haben. Aber viele Kinder, ihre Eltern und ihre Lehrerinnen finden, dass es ruhig mehr werden könnten! Aufstiegschancen gibt es übrigens auch in diesem Beruf: Du kannst Schulleiter oder Konrektor werden.
 

Wo können Grundschullehrer arbeiteten?

Die meisten Lehrer arbeiten an staatlichen Schulen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, an Privatschulen, Reformschulen, in Internaten oder auch Kliniken oder Schullandheimen zu arbeiten. Auch im Ausland stehen die Chancen gut, z. B. die eigene Muttersprache zu unterrichten.

Für wen passt der Beruf?

Dafür solltest du viel Spaß an der Arbeit mit Kindern mitbringen. Manchmal haben sie eine ganze Menge im Kopf – und nicht unbedingt Lust auf Rechnen oder Schreiben. Das macht den Lehrerberuf zu etwas Besonderem. Es handelt sich um einen sozialen Beruf. Das heißt, dass der Mensch im Mittelpunkt der Arbeit steht. Gefragt ist mehr als Fachwissen und die Leidenschaft für das eigene Fach.

Du brauchst eine Menge Geduld für das tägliche Ausloten von Grenzen durch die Schülerinnen und Schüler. Mit einer ausgeprägten Konfliktfähigkeit findest du immer wieder gute Lösungen – auch im Dialog mit Eltern oder in Lehrerkonferenzen. Ein selbstbewusstes Auftreten und die Fähigkeit, Dinge gut und verständlich erklären zu können, sind gefragt.

Wie sieht es mit dem Verdienst aus?

Das Einstiegsgehalt für Lehrer liegt je nach Bundesland ungefähr zwischen 2.000 und 2.500 €. Im so genannten Referendariat, das 2 Jahre lang auf den Schuldienst vorbereiten soll, gibt es etwas mehr als 1.000 €. Je nach dem, ob man als Beamter oder Angestellter arbeitet und je nach Besoldungsgruppe steigt der Verdienst mit den Jahren.

Männeranteil: 14 %

(Quelle: Statistisches Bundesamt, 2015)

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Video

Tim (25) hat ganz viele Kinder. Er arbeitet nämlich als Grundschullehrer – dabei wollte er ja eigentlich mal Fußballer werden. Warum es ihm auch in der Schule gut gefällt, erzählt er im Film.

Tim, Grundschullehrer

Das sagen Grundschullehrer

Tim (25) unterrichtet an einer Grundschule

„Ich wollte unbedingt etwas mit Sport machen, weil ich schon ganz lange Fußball spiele. Außerdem wurde mir schon öfter mal gesagt, dass ich gut mit Menschen umgehen kann. Als Grundschullehrer kann ich beides verbinden, ich gebe nämlich auch Sportunterricht. In der Grundschule ist die Verantwortung richtig groß, da werden schließlich bei den Kindern die Grundlagen fürs ganze Leben gelegt. Ich bin übrigens der einzige Mann an meiner Schule...

Das ist schade. Viele Kinder haben ja gar kein männliches Leitbild, weil viele Mütter alleinerziehend sind oder die Väter immer bis spät abends arbeiten.“

Kai Völlink (32) über die Arbeit an seiner Grundschule

„Man bekommt unheimlich viel zurück. Kinder zeigen eine große Zuneigung und sind dankbar, wenn man sich um sie kümmert. Die ganz Kleinen suchen den körperlichen Kontakt und wollen zum Beispiel in den Arm genommen werden. Die Größeren suchen eher das persönliche Gespräch, wollen von ihrem Alltag und ihren Hobbys erzählen.“

Mehr zum Portrait von Kai auf: www.abi.de

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