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Erzieher in einer Ganztagsschule

Carsten Zimpel

 

Carstel Zimpel ist 47 und ist  nach 20 Jahren als Maurer nun Erzieher in einer Grundschule

Wie lange arbeiten Sie schon in Ihrem Beruf?

Seit acht Jahren bin ich offenen Ganztag einer Grundschule, inzwischen leite ich dort die OGS. Davor habe ich drei Jahre (inkl. Anerkennungsjahr) die Ausbildung zum Erzieher gemacht.

War für Sie schon immer klar, dass Sie in diesem Bereich arbeiten möchten?

Nein, diese berufliche Neuorientierung fand im Rahmen der Elternzeit mit der Geburt meiner Tochter statt. Ich habe vorher 20 Jahre körperlich anstrengend als Maurer auf dem Bau gearbeitet, das ging aber aufgrund starker Rückenschmerzen nicht mehr und ich musste etwas anderes machen. Da ich gerne mit Menschen zu tun habe, habe ich mich für den Erzieherberuf entschieden.

Kam noch eine andere Ausbildung in Frage?

Meine persönlichen Kompetenzen sah ich auf jeden Fall im zwischenmenschlichen Bereich. Ich habe mich  schon vor der Ausbildung ehrenamtlich im Jugendbereich engagiert, daher kam nur diese Ausbildung für mich in Frage.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit? Was gefällt Ihnen eher weniger?

Der Umgang mit Menschen, die tägliche pädagogische Arbeit mit Kindern und den Eltern gefällt mir super, die Verwaltungsaufgaben, die man als Leitung hat sind mir zu viel geworden, die gefallen mir nicht.

Wie haben Ihre Eltern und Freunde auf Ihre Berufswahl reagiert: Vollkommen vorurteilsfrei oder gab es auch kritische Stimmen?

Die haben sich alle tierisch gefreut und gesagt "endlich macht er was Gescheites!"; kritische Stimmen gab es nicht.

Was sollte man besonders gut können, um in Ihrem Job zu arbeiten? Was geht gar nicht?

Man muss viel Geduld mit sich selbst und anderen Menschen haben und eine offene Art. Nachtragend zu sein, cholerisch, ungerecht oder aufbrausend wäre eher eine schlechte Basis für den Erzieherberuf.

Macht es sich für Sie irgendwie bemerkbar, dass die meisten in Ihrem Kollegium weiblich sind?

Es ist mir bewusst, dass es mehr Frauen gibt, nicht mehr und nicht weniger. Mein Team und ich genießen unser Zusammensein und schätzen uns, egal wer welches Geschlecht hat.

Welche Gründe hat es Ihrer Meinung nach, dass so wenige Männer sich für Ihren Beruf entscheiden?

Geld, die Bezahlung. Die Verdienstmöglichkeiten sind nicht so gut wie in anderen Berufen.

Was müsste sich ändern, damit es mehr werden?

Definitiv eine bessere Bezahlung.

Könnten Sie sich vorstellen, wegen der Betreuung von Kindern weniger zu arbeiten?

Das war die letzten Jahre schon so, seitdem ich in Elternzeit war arbeite ich 30 Stunden die Woche und meine Frau hat eine volle Stelle als Lehrerin.

 

Hier noch der Link zu einem Pressebericht über Carsten Zimpel:

Neue Westfälische: Warum ein Maurer zum Erzieher umschult