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25. Juni 2019

OECD-Studie zeigt Strategien für gute Erzieherberufe und gute frühkindliche Bildung

Damit sich mehr Menschen für den wichtigen Beruf der Erzieherin oder des Erziehers entscheiden, muss dieser attraktiver werden. Die OECD wollte wissen: Wie machen das andere Länder? In ihrer neuen Studie zeigt sie Wege auf, wie in anderen Ländern in pädagogische Fachkräfte investiert wird. Eine der acht aufgeführten Maßnahmen ist, auch Männer verstärkt zur pädagogischen Arbeit zu ermutigen.

Ein leichter Einstieg in den Beruf, Theorie und Praxis in der Ausbildung, ein guter Status mit besserer Bezahlung und gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten – diese und andere Maßnahmen empfiehlt die OECD in ihrer neuen Studie „Gute Strategien für gute Berufe in der frühen Bildung“. Die Ergebnisse wurden heute (Freitag) auf einer gemeinsamen Konferenz von OECD und BMFSFJ präsentiert. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey eröffnete die Fachtagung mit dem Titel „Investitionen in Erzieherberufe – Investitionen in die Zukunft“.

Bundesfamilienministerin Giffey betonte: „In Erzieherinnen und Erzieher zu investieren wirkt gegen den Fachkräftemangel und zahlt sich für die gute Bildung und Chancengleichheit der Kinder aus. Die OECD-Studie bestätigt uns in Deutschland auf unserem Weg mit mehr praxisintegrierter, vergüteter Ausbildung, qualifizierter Praxisanleitung und Aufstiegsmöglichkeiten für Profis. All dies fördert unser Bundesprogramm Fachkräfteoffensive Erzieherin/Erzieher, das wir im Sommer starten werden und das entsprechende Maßnahmen in allen Bundesländern unterstützt. Nur mit guten Standards gelingt ein guter Status für die Fachkräfte. Dabei führen viele Wege in die pädagogischen Berufe der frühen Bildung.“

Dr. Monika Queisser, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik bei der OECD, machte deutlich: „Investitionen in pädagogische Fachkräfte zahlen sich mehrfach aus: für die Fachkraft selbst, für die Bildung der Kinder und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern“, und fügt hinzu: „Überall sind die Ressourcen begrenzt. Aber die Studie zeigt auch: Überall lassen sich differenzierte Lösungen finden.“

Auf der Konferenz stellten Expertinnen und Experten aus In- und Ausland ihre Erkenntnisse darüber vor, wie Fachkräfte für die frühe BiIdung gewonnen und gebunden werden können. Auch die neue OECD-Studie präsentiert in einem „Booklet“ acht Beispiele, die zeigen, welche Maßnahmen in anderen OECD-Ländern greifen:

  • Den Status von Berufen in der frühen Bildung fördern
  • Vergütung der Fachkräfte in der frühen Bildung verbessern
  • Strategien zur Stärkung der Qualifikationen frühpädagogischer Fachkräfte umsetzen
  • Praxiserfahrung in der Erzieherausbildung stärken
  • Alternative Wege in die frühe Bildung eröffnen
  • Männer verstärkt zur Aufnahme einer Tätigkeit in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung ermutigen
  • Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Berufsfeld engagierter vorantreiben
  • Berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung stärker fördern

Link zur Studie: oecd.org

Link zur Konferenz: bmfsfj-veranstaltungen.bafza.de

Informationen zur Fachkräfteoffensive Erzieherin/Erzieher: fruehe-chancen.de