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21. März 2016

Equal Pay Day

Frauen verdienten 2014 durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als die Männer: Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, vom 1. Januar bis zum 19. März 2016, umsonst. Das Schwerpunktthema des EPD 2016 lautet deshalb Berufe mit Zukunft.

Beim Equal Pay Day geht es unter anderem darum, die Wertschätzung, die sich auch in der Bezahlung widerspiegelt, gegenüber den sozialen Dienstleistungen zu erhöhen und die Berufswahl von Rollenklischees oder Barrieren bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere zu befreien.

Positive Image-Botschaften

Bei der Berufswahl setzt der Girls’Day an, indem er Mädchen Berufe vorstellt, die sie sonst nicht im Blick haben. Dazu gehören zum Beispiel traditionelle Männerdomänen, wie die meisten gewerblich-technischen Berufe. "Die Mädchen sollen diese Berufe kennenlernen und möglichst praktische Erfahrungen sammeln. Über Karriereperspektiven in diesen Berufsbereichen zu informieren, gehört selbstverständlich auch dazu!", sagt Lore Funk, wissenschaftliche Referentin beim Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag. Die positiven Image-Botschaften kommen an, wie eine Befragung von über 10.000 Teilnehmerinnen am Girls’Day 2015 zeigt: Rund die Hälfte der Mädchen sind davon überzeugt, dass technisch-naturwissenschaftliche Berufe erstens Spaß machen und zweitens gute Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten bieten.

Im Rahmen der Boys’Day-Evaluation wurden die Jungen unter anderem danach befragt, wie sie sich die Arbeitsteilung in einer späteren Partnerschaft vorstellen. Hierbei ergibt sich ein geteiltes Bild: In einigen Bereichen haben die Jungen sehr fortschrittliche Vorstellungen von Familie und Partnerschaft, in anderen neigen sie zu sehr traditionellen Ansichten.

Losgelöst von Rollenklischees

"Mehr als 70 Prozent der Jungen geben an, dass sie sich gleichberechtigt um ihre Kinder kümmern wollen, 12 Prozent sagen sogar, dass sie sich selber zum größeren Teil um ihre Kinder kümmern wollen. Dagegen geht die Hälfte der Jungen davon aus, dass sie selber diejenigen sei werden, die größtenteils das Geld verdienen werden", erklärt Wenka Wentzel, wissenschaftliche Referentin beim Boys’Day – Jungen-Zukunftstag. "Jungen zeigen also eine große Aufgeschlossenheit, mehr Verantwortung in weiblich konnotierten Arbeitsbereichen zu übernehmen."

So sind der Boys’Day und der Girls’Day wichtige Meilensteine in Sachen Entgeltgleichheit: Wenn junge Männer und Frauen ihr Berufswahlspektrum erweitern und ihr Leben losgelöst von Rollenklischees planen, wird der Gender Pay Gap kleiner werden. 

Im Jahr 2015 fiel der unbereinigte Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern um 1 Prozentpunkt geringer aus als in den Vorjahren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verdienten Frauen mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 16,20 Euro 21 Prozent weniger als Männer (20,59 Euro). Nach wie vor bestehen dabei deutliche Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern. So betrug 2015 der unbereinigte Gender Pay Gap in den neuen Ländern 8 Prozent, während er im früheren Bundesgebiet bei 23 Prozent lag.

www.equalpayday.de