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5.5.2026

Chancenmonitor: Warum Jungen gezielte Unterstützung brauchen

Grafik zu den Perspektiven vom Boys'Day

Der neue Chancenmonitor des ifo Instituts und von Ein Herz für Kinder, den Bundesfamilienministerin Karin Prien in der vergangenen Woche vorgestellt hat, zeigt deutlich, dass Bildungschancen in Deutschland weiterhin stark von sozialen Faktoren abhängen. Und auch das Geschlecht spielt eine wichtige Rolle. Besonders Jungen stehen vor spezifischen Herausforderungen

Ein zentrales Ergebnis: Jungen besuchen das Gymnasium 6,6 Prozentpunkte seltener als Mädchen. Zudem haben sie häufiger Schwierigkeiten beim Lesen sowie bei der Selbstregulation – also bei Konzentration, Motivation und dem Umgang mit eigenen Emotionen. Diese Fähigkeiten sind jedoch entscheidend für einen schulischen und langfristigen Bildungserfolg.

Genau hier setzt der Boys'Day an. Er ergänzt Schule und schafft Räume, in denen Jungen neue Perspektiven entwickeln, Orientierung finden und ihre Interessen entdecken können. Die Handlungsempfehlungen des Chancenmonitors unterstreichen die Bedeutung solcher Ansätze. 

Mehr männliche Erzieher und Lehrkräfte können wichtige Orientierung bieten, da sie als Rollenmodelle wirken und gerade in Kitas und Grundschulen aktuell noch stark unterrepräsentiert sind. Die Auseinandersetzung mit Geschlechterstereotypen hilft, einengende Rollenbilder abzubauen, die sich sonst auch auf Motivation, Selbstbild und Leistungen auswirken können. Frühe Förderung von Lesen und Selbstregulation stärkt zentrale Grundlagen für Bildungserfolg, insbesondere weil Jungen hier häufiger Unterstützungsbedarf zeigen. Ergänzend spielen Elternarbeit sowie außerschulische Angebote eine wichtige Rolle, um Bildungsaspirationen zu stärken und Kindern und Jugendlichen neue Wege aufzuzeigen.

Der Chancenmonitor zeigt auf: "Eine Maßnahme, die unter anderem Erzieher- und Lehrkraftberufe für Jungen und Männer attraktiver machen möchte, ist der Boys'Day. Dieser Aktionstag zur klischeefreien Berufsorientierung findet einmal im Jahr statt und hat zum Ziel, Jungen Berufe und Studienfächer näherzubringen, in denen Männer bislang unterrepräsentiert sind. Nach einer Teilnahme am Boys'Day steigt der Anteil der Teilnehmer, die sich sehr gut vorstellen können, in erzieherischen oder sozialen Berufen zu arbeiten, von 17 auf 27 % (Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit 2022)."

Chancenmonitor 2026 von Ein Herz für Kinder und ifo Institut